Neubau Zentralsterilisation Spital Wallis, Martigny

Neubau Zentralsterilisation, Spital Wallis, Martigny
Built

Situiert in einem sich entwickelnden Industriequartier, charakterisiert durch eine abwechslungsreiche Architektur, präsentiert sich das Gebäude als einfaches und klares Volumen, das sich an die umgebende Bausubstanz anpasst. Ein Rücksprung an der Südostfassade, dient als Laderampe, gewährleistet den Fahrzeugverkehr, schafft eine überdachte Fläche und leitet gleichzeitig zum Haupteingang des Gebäudes.

Im, um 1,1 m erhöhten Erdgeschoss sind die Sterilisationsräume und die Anlieferung angeordnet. Das Layout wird durch den Fluss medizinischer Geräte und Personal bestimmt; die Organisation der Sterilisationsräume um die Laderampe optimiert Prozesse, indem sie die Länge der Wege sehr kurz hält.

Um großzügige Flächen zu bieten und eine hohe Raumflexibilität zu ermöglichen, sind alle Innenwände in Leichtbau konstruiert und tragende Elemente auf ein Minimum reduziert. Um alle technischen Anforderungen zu erfüllen, ermöglichen dem Obergeschoss tragende Stahlträger mit Aussparungen flexible Leitungsführungen.

 

 

Die Außenwände in Beton gewährleisten die seismische Stabilität und Wasserdichtheit im Falle einer Überschwemmung. Transluzente Deckenelemente in den Verpackungsbereichen lenken natürliches Licht in die Räume; eine Reihe großzügiger Öffnungen in der Fassade garantieren den Blick nach außen und eine natürliche Beleuchtung.

 

Im Obergeschoss sind die Verwaltungsräume - Büros, Umkleide-, Besprechungs-, Entspannungs- und Technikräume - um einen Innenhof herum so angeordnet, dass gegenüber den unattraktiven Außenansichten (Industrielandschaft, Störungen durch Autobahn) eine Innenlandschaft entsteht, die eine Atmosphäre der Ruhe und Geselligkeit schafft. Dieser Innenhof ist direkt mit den Entspannungsräumen verbunden.

Die Lage des Technikraums auf dem Dach, genau über den Sterilisationsräumen, ermöglicht ein optimales Verteilen technischer Leitungen und die Einhaltung der Personenschutzvorschriften für die Dampferzeugung, wodurch ein separates Gebäude für diesen Zweck vermieden werden konnte.

Ein separater Zugang zu den Technikräumen erlaubt Wartungs- und Ablesevorgänge ohne den Sterilisationsprozess zu stören. Im ersten Stock ermöglicht eine versteckte Öffnung an der Vorderseite , das Einführen und Austauschen technischer Geräter.

 

Das neue Gebäude, als Fabrik mit einer Vielzahl von Räumen konzipiert, ist mit einer einzigartigen Aussenhaut - einer Metallverkleidung aus gefaltetem Aluminiumblech - umhüllt, die vielfältige Lichtreflexionen erzeugt. Einheit und Variation verleihen ihr eine Qualität, sich in der bebauten Umgebung zu etablieren, ohne zu viel aufzufallen.

Flache, reflektierende Fassadenpaneele im Bereich Eingang und Laderampe, akzentuieren und zeigen den Hauptzugang dank des Kontrasts an.

 

Die Aussenwandkonstruktion aus Beton, Perimeterdämmung und hinterlüfteter Verkleidung machte es einfach, den Minergie-Standard zu erreichen.

Die Wahl konstruktiv einfacher und handelsüblicher Bausysteme begünstigte Wirtschaftlichkeit und eine kurze Bauzeit.

Fotos: Yves André